Sonntag, 25. September 2011

Hoorische






Herbstzeit ist Kartoffelzeit und somit genau der richtige Zeitpunkt mal unsere deftige saarländische Kartoffelküche vorzustellen, die ich in letzter Zeit doch sträflich vernachlässigt habe.

Selbst die Sterneköche bei uns haben das Potential unserer saarländischen Gerichte erkannt und setzen sie seit einigen Jahren vermehrt auf ihre Karten. Natürlich etwas gehobener.

Übrigens habe ich vor kurzem irgendwo gelesen ,dass wir im Saarland die größte Dichte an 1,2 und 3 Sternköche haben

Auch wenn das Saarland flächenmäßig das kleinste Bundesland nach den Stadtstaaten ist, darf man das Saarland auf kulinarischer Ebene keinesfalls unterschätzen. Da das Saarland früher einmal an Frankreich angeschlossen war, gibt es in unsererKüche ebenso viele französische wie deutsche Einflüsse und halt auch unsere deftige Hausmannskost ,in der die Kartoffel eine Hauptrolle spielt.

Für diese Gerichte könnte ich mir glatt eine Kartoffelschälmaschine anschaffen. Bei meinen jugendlichen Vielfraße gehen da einige Kilo über den Schäler.

Deshalb werde ich nun in loser Folge mal verstärkt unsere Küche  vorstellen.

Es sind meist einfache und nahrhafte Gerichte .

Also nix für Leute ,die auf ihr Gewicht achten müssen. Ursprünglich sollten von den saarländischen Gerichten Bergleute, Bauern und Industriearbeiter satt werden und Kräfte für die schwere Arbeit sammeln.

„Hoorische“ sind eigentlich „Gefillde „ (gefüllte Klöße in der Größe eines Kinderkopfes) nur ohne Füllung und werden traditionell mit einer Specksoße und als Beilage Sauerkraut  oder Apfelmus gegessen .Apfelmus wird übrigens bei den meisten unserer Kartoffelgerichten gereicht.

 



1,5 kg rohe Kartoffeln
750 gr gekochte Kartoffeln
2 Eier
frisch gemahlener Pfeffer , Muskat


    Zubereitung


Die rohen Kartoffeln schälen, waschen und fein reiben. Danach abtropfen lassen und mit einem Küchentuch gut ausdrücken. Aber wirklich richtig trocken  ausdrücken ,sonst muss man zuviel Mehl zufügen.

Die erkalteten gekochten Kartoffeln werden gepellt und dann gerieben oder durch eine Kartoffelpresse gedrückt

Beides wird anschließend mit den 2 Eiern, einer Prise Salz und Pfeffer vermengt.

Es wird Mehl untergemischt bis sich der Teig gut formen lässt.

Aus dem Teig längliche Klöße formen und in siedendem Salzwasser garen.

Wenn die Klöße an der Oberfläche schwimmen ca. 5 Minuten ziehen lassen




Specksoße:




0,2 l Kochbrühe der Knödel,

1 Becher Schlagsahne

frisch gemahlener Pfeffer

 

Speckwürfel  auslassen und klein gewürfelte Zwiebel  glasig anschwitzen.

Mit etwas Kloßbrühe und Sahne bzw. Milch (nicht so fett) ablöschen.

Etwas ziehen lassen und dann je nach Geschmack würzen.

 

Kommentare:

  1. Ach, wie gudd!!
    Außer mir isst sie bei uns keiner. Leider. Ich liebe sie!!
    Hätt ich jetzt Lust drauf!
    Grüßle
    Chris

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  2. Aaaah, wie toll, da denke ich immer an meine Kindheit und die muss ich unbedingt mal wieder machen. Ich könnte mich da reinsetzen.

    GGLG Anne

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  3. Sieht seeehr lecker aus! Das kann man doch sicher noch mit dem gefüllten Kombinieren oder? Hab jetzt echt Hunger bekommen...

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  4. Tiene una pinta deliciosa...gracias por compartir recetas de otras culturas un beso

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