Sonntag, 7. August 2011

Ochsenschwanz Ragout mit ......Tofie di Recco handgemacht







Gestern war ich ein richtiges Glückskind.
Zuerst hab ich bei dem Metzger meines Vertrauens einen Ochsenschwanz gesehen  und der war wider Erwarten nicht bestellt sondern einfach so frei verkäuflich …da musste ich sofort zugreifen……..den bekommt man nicht alle Tage.

Und auf der Suche nach der passenden Beilage hatte ich zum zweiten Mal Glück…….. ich stolperte  über das    Video    von Robert  bei  lamiacucina……..diese Pasta hatten es mir direkt angetan.
Pastamehl hab ich sowieso immer zu Hause , es war Samstag Nachmittag und es regnete in Strömen  , ich hatte also Zeit……und Zeit braucht man bei dieser Pasta.

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1,7 kg Ochsenschwanz  
3 Schalotten
2 Karotten
1 Stück Sellerie
3 Knoblauch
1 Stück Lauch
1 Lorbeerblatt
6 Tomaten
1 EL Tomatenmark
400 ml  Rinder Fond
½ Flasche Rotwein
Schmalz zum braten.
1 Stück Butter
Salz, Piment d’esplette

Den Ochsenschwanz waschen und trocknen. Wer kein Fleischbeil  besitzt , sollte sich den Ochsenschwanz vom Metzger zerlegen lassen.
Geht aber auch ganz gut zu Hause .Man erfühlt die einzelnen Wirbel und trennt sie genau zwischen zwei Wirbeln.



In einer schweren Pfanne das Schmalz erhitzen und die Segmente darin rundherum gut bräunen.
In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und grob zerkleinern.



Den Backofen auf 140 Grad vorheizen
Wenn das Fleisch rundherum gut gebräunt ist , aus der Pfanne nehmen , in einen Bräter tun. und  schon mal kurz in den Ofen stellen. Man kann natürlich auch alles in einem Topf machen.
Ich  muss es so machen, weil ich in meiner Sommerküche nur Induktion hab und der Bräter dafür nicht geeignet ist .
Das Fett aus der Pfanne entsorgen. Unsere Röstaromen  kleben jetzt am Pfannenboden.
Ein gutes Stück Butter in der Pfanne erhitzen und das Gemüse  ohne die Tomaten anrösten.

 
Die Idee mit dem Butter hab ich auch bei Robert geklaut……beim weiteren stöbern auf seinem Blog  ( ich hatte mir nix abgespeichert und musste noch mal suchen ) bin ich auch auf ein Rezept von einem  Ochsenschwanzragout  gestoßen .Dort hab ich das mit der Butter gelesen. Gibt noch mal einen feinen Geschmack
.
Zurück zum Rezept.

Wenn das Gemüse schön gebräunt ist …….das Tomatenmark zugeben und  ein paar  Minuten mitrösten.



Danach erst die Tomaten zufügen und mit ca 200 ml Rotwein ablöschen.
Solange kochen lassen ,bis der Rotwein verdunstet ist und am Pfanneboden  anschlägt.
Jetzt mit dem restlichen Rotwein  und dem Fond auffüllen. Lorbeerblatt dazu und alles in den Bräter zum Fleisch gießen.



Für ca 4 Stunden im Ofen  zugedeckt leicht köcheln lassen.

Ich hab das ja Samstags mittags  gemacht , mein Fleisch blieb also bis zum nächsten Morgen im Bräter.
Das hat den Vorteil ,Ich kann das Fleisch besser vom Knochen lösen ohne mir die Finger zu verbrennen  , ich kann das Fett besser abschöpfen und ich bin für den Sonntag schnell fertig mit kochen.

Das Fleisch vom Knochen lösen ,das Fett abschöpfen und die Soße durch ein Passiersieb geben.
Nochmal  abschmecken…..fertig

Nun bleibt Zeit für die Pasta……..schaut euch das  Video   an ……… Ich hab Teig von 500 gr Mehl. gemacht
Ich hab die Zutaten hochgerechnet………mit 200 gr brauch ich bei mir gar nicht erst anfangen.
Der Teig ist klasse. Schön geschmeidig und gut zu verarbeiten.

Zutaten:

500 gr Pasta Mehl ……..hier Semola di Grano Duro Rimacinata von de Cecco
210 ml lauwarmes Wasser
gute 3 El Olivenöl
2 kräftige Prisen Salz

Alle Zutaten von der Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten lassen.
Mit Frischhalte Folie umwickeln und  für eine Stunde kühl ruhen lassen.

Dann gings ans Eingemachte.
Ich hab mir das Video zweimal angeguggt……..und losgelegt.
Anfangs dauert es ein wenig aber wenn man den " Dreh " mal raus hat  geht’s ganz gut.





Die zweite Lage ging dann auch schon flotter  und sah auch besser aus.
Trotzdem hab ich nach 3 Lagen und zwei Filmen später Schluss gemacht und den restlichen Teig in der Nudelmaschine zu Tagliatelle verarbeitet.Bis zum nächsten Tag trocknen lassen.




Die Trofie schmecken ganz hervorragend zu dem Ragout





Kommentare:

  1. Martina, das sieht aber wieder sehr, sehr lecker aus! Die Pasta hat Dich, wie man sieht, ziemlich viel Zeit gekostet, aber es hat sich gelohnt, die sehen sehr süss aus, die Schräubchen.:-)))
    Ganz liebe Grüße
    Moni

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  2. Ja Wahnsinn! Da hast du dir echt viel Arbeit angetan mit den Nudeln. Das würde ich ja mein Leben nicht machen!
    Und das Ochsenschwanz-Rezept klingt auch toll.

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  3. Jaaaaa...... war ein wenig Arbeit..........das nächste Mal mache ich die wenn meine jugendlichen Vielfraße nicht außer Haus essen...lach.
    LG
    Martina

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  4. Na, da hast du ja laenger durchgehalten als ich ;)

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  5. sowas macht man nur für sich selbst :-)

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  6. jetzt erst bei dir gesehen. die pasta und das ragout. ein Traum...beides. Steht schon auf meiner Winter-Nachkochliste.

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